23.10.2024

CDW für Kita-Neubau jetzt und nicht späte

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23.10.2024

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Die CDW-Fraktion appelliert insbesondere an die Vertreter von FDP, CDU und Wildeshauser Bürger, die
Planungen des Kita-Neubaus am Lehmkuhlenweg nicht zu verzögern. Es ist schwer nachzuvollziehen
warum Niklas Behrens, Ulrich Kramer und Wolfgang Sasse den zuvor im Verwaltungsausschuss
gefassten Mehrheitsbeschluss im letzten Bauausschuss kritisieren und dazu Argumente nutzen, die im
Rahmen des VA-Beschlusses allesamt von der CDW benannt, jedoch auch von den Herren ignoriert
worden. Vielleicht sollte man sich die Gedanken über einen Kita-Standort schon vor der Entscheidung
hierüber machen und nicht erst danach….
Der Kita-Standort „Lehmkuhlenweg“ ist auch für die CDW nicht erste Wahl
Die CDW-Fraktion teilt die Sachargumente gegen den vom VA beschlossenen Standort, allerdings nicht
erst seit dem Bauausschuss vom 21. August. Diese Argumente wurden allen VA-Mitgliedern bereits Ende
Februar – also von Beschlussfassung im VA – in einer Mail der CDW-Fraktion zusammen mit
Vorschlägen von alternativen Standorten (z. B. Bargloyer Weg, Himmelsthür oder Südring/Ecke
Goldenstedter Straße) aufgezeigt:[…]  Der von der Verwaltung favorisierte Standort [Lehmkuhlenweg] liegt sehr nahe an dem
Standort des evgl. Kindergartens „Sternschnuppe“ (Heidloge) und der Kindertagesstätte
„Farbenfroh“ (Lehmkuhlenweg). Es ergibt sich somit eine erhebliche Konzentration in dem
Wohngebiet. Wir erwarten ein übermäßiges Verkehrsaufkommen zu den Stoßzeiten an der
Goldenstedter Straße/Ecke Lehmkuhlenweg, insbesondere durch den Verkehr auch zu den
Berufsbildenden Schulen.
 Das nähere Einzugsgebiet am von uns vorgeschlagene Standort [Anmerkung: Südring/Ecke
Goldenstedter Straße] umfasst auch den Wohnbereich Kuhtrade. Dort wird aktuell weiterer
Wohnraum für Familien geschaffen (Projekt „Warkotz-Immobilien).
 Zudem werden viele Kinder aus der StEM zu erwarten sein. Hierfür ist der von uns
vorgeschlagenen Standort [Anmerkung: Südring/Ecke Goldenstedter Straße] mit dem Auto
besser zu erreichen und wird nicht zusätzlich das schon hohen Verkehrsaufkommen auf dem
Lehmkuhlenweg – Anwohnerproteste sind zu erwarten – weiter steigern.

 Dem allgemeinen Wunsch das Thema „Waldkindergarten“ zu berücksichtigen folgend,
empfiehlt sich das Grundstück am Lehmkuhlenweg nicht. Der Wald wäre von hier nicht nur
unverhältnismäßig lang, sondern zwingt auch zur Querung des Südrings, der zum einen sehr
stark – auch mit Schwerlastverkehr – befahren ist zum anderen an der Überquerungsstelle
dreispurig und somit sehr breit ist. Für die CDW-Fraktion ist es unverantwortlich, die
Erzieherinnen und Erzieher mit einer größeren Gruppe Kleinkinder die Straße hier
überqueren zu lassen. Aus der Erfahrung mit dem Landkreis um die Bemühungen eine
Querungshilfe an der Kreuzung Südring/Düngstruper Straße zu erhalten, wissen wir, dass
dieses ein hoffnungsloses Unterfangen wäre.
 Die Fläche am Lehmkuhlenweg bietet sich eher für kleinteiliges Wohnen, z. b. für 1- und 2-
Personenhaushalte, an. Dieser Wohnraum ist in Wildeshausen besonders knapp. Aus
Gesprächen mit den Wildeshauser Unternehmen wissen wir, dass dieser Wohnraum für
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders dringend gesucht wird. Die Lage am
Lehmkuhlenweg dürfte besonders interessant für das Krankenhaus Johanneum sein […]. Die
CDW-Fraktion erhofft sich hierdurch auch, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des
Johanneums vom Standort Lehmkuhlenweg nicht das Auto für die 500 Meter zum
Krankenhaus nutzen, sondern tatsächlich zu Fuß gehen. Zudem erwarten wir durch die
innenstadtnahmen Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte mit tendenziell jüngeren
Bewohnerinnen und Bewohnern durch das entsprechende Freizeit- und Einkaufsverhalten
einen positiven Beitrag zu Belebung der Innenstadt.[…] Ergänzend können wir den Einwand von Ulrich Kramer nicht nachvollziehen, inwiefern die Nähe des KitaStandortes Lehmkuhlenweg zu der Warengenossenschaft und der Geflügelschlachterei problematisch
wäre. Beide Unternehmen sind durch die neue Kita in ihrer Entwicklung in keinster Weise beeinträchtigt.
Auch die Kita-Nutzerinnen und -Nutzer dürften sich durch die beiden Betriebe nicht gestört fühlen.
Am Ende muss man als Demokrat allerdings Mehrheitsentscheidungen – wie hier den Standort
„Lehmkuhlenweg“ – akzeptieren. Das macht die CDW-Fraktion und wird auf Basis des VA-Beschlusses
die Aufstellung zur 6. Änderung des B-Plans zustimmen.
Die CDW-Fraktion ist für die Kita-Planung jetzt und nicht später
Auch einer Rückstellung der Planung, wie Wolfgang Sasse vorgeschlagen hat, erklärt die CDW-Fraktion
eine klare Absage. Die aktuellen Betreuungsquoten sowohl für Kinder unter 3 Jahren als auch für Kinder
ab 3 Jahren bis zur Einschulung entsprechen in Wildeshausen nicht den vom Rat festgelegten
Zielquoten. Um den Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken, ist insofern ein Ausbau der KiTa-Plätze
erforderlich.
Die Schaffung von Kindertagesstätten ist ein wesentlicher Bestandteil der Stadtentwicklung. Die bereits
beschlossene neue KiTa erfüllt den Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen und erhöht die Attraktivität der
Stadt für junge Familien. Insgesamt stellt der Bau der Kita eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden
Konzepts dar, indem die Lebensqualität erhöht und das familienfreundliche Profil von Wildeshausen
weiter gestärkt wird. Auch die Wildeshauser Unternehmen und Arbeitgeber appellieren regelmäßig an die
Wildeshauser Politik, im Hinblick auf den Fachkräftemangel für ausreichend Kita-Plätze zu sorgen, um
Eltern die Möglichkeit zu geben Arbeitsangeboten auch annehmen zu können.