27.08.2025

Wie sicher sind unsere Brücken wirklich?

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27.08.2025

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Wildeshausen, 27. August 2025 — Angesichts des jüngsten Vorfalls im Burgpark, bei dem das
Geländer einer Brücke umgestürzt ist, hebt die CDW-Fraktion die Bedeutung der Sicherheit unseres
Rad- und Fußwegenetzes hervor.
Die Fraktion setzt sich seit Jahren für die Sicherheit der Infrastruktur ein und fordert nun konkrete
Maßnahmen, um Risiken zu minimieren.
• Breits im März 2021 hat die CDW-Fraktion einen Antrag auf Überprüfung des vorhandenen
Radwegenetzes gestellt. Gem. damaligem Bericht im Sozialausschuss vom 29.04.2021 hat die
Verwaltung diesbezüglich keinen Handlungsbedarf gesehen. Nichtsdestotrotz hat die Politik
auf Initiative der CDW-Fraktion die Verwaltung beauftragt, den ADFC bei der Prüfung der vorhandenen Radinfrastruktur im Hinblick auf ihre Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit zu
unterstützen.
• Im Sozialausschuss vom 18.05.2022 berichtet die Verwaltung, dass gemeinsam mit dem LK
Oldenburg eine Bereisung stattgefunden hat und Maßnahmen […] in Kürze umgesetzt
werden.
• Mit Schreiben vom 23.08.2023 hat die CDW-Fraktion einen Sachstandsbericht zu der ADFCÜberprüfung der Radwege eingefordert. Dieser wurde im Stadtentwicklungsausschuss am
02.11.2023 (TOP 6) gegeben.
• Die Frage der CDW-Fraktion vom 23.08.2023, inwiefern es in unserem Radwegenetz einen
dringenden Handlungsbedarf bei Sanierung o. ä. gibt, wurde seitens der Verwaltung leidglich
mit dem Verweis auf die Situation an der Aldruper Straße beantwortet (Sozialausschuss
21.09.2023), Top 11.1), ansonsten verneint. Weitere Handlungsfelder hat die Verwaltung
nicht aufgezeigt.
• Im Dezember 2024 hat der Rat Haushaltsmittel für Brückensanierungen und -ersatzbauten in
Höhe von ca. EUR 1,0 Mio. in den Dopppelhaushalt 2025/26 aufgenommen. Hier wurde die
besagte Brücke als Maßnahme ausdrücklich erwähnt.
• Noch im Mai 2024 hat der städtische Baudezernent Manfred Meyer erklärt, dass alle 32
städtischen Brücken verkehrssicher wären.
Vor diesem Hintergrund hat die CDW-Fraktion ein Schreiben an die Stadtverwaltung geschickt in dem
ein Antrag rund um das Thema „Sicherheit und Sanierungsstau der städtischen Brücken“ aufgeführt
ist.
1. Die Verwaltung wird beauftragt, im Rahmen einer Sofortmaßnahme die Verkehrssicherheit
aller städtischen Brücken zu prüfen, Gefahrenbereiche umgehend zu kennzeichnen/sperren,
möglichst sachgemäß zu reparieren und dem zuständigen Ausschuss einen Bericht
vorzulegen.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, allen städtischen Brücken umgehend einer Sonderprüfung
durch fachkundige Dritte/Brückenexperten/Statiker zu unterziehen. Dabei soll der Fokus auf
Verkehrssicherheit, Erhaltungszustand und empfehlenswerte Reparaturen und Sanierungen
gelegt werden.
Außerdem hat die Fraktion Einsicht in die Prüfberichte und Dokumentationen zu den städtischen
Brücken ab dem Jahr 2021 beantragt und um Beantwortung folgender Fragen gebeten:
1. Wann und auf welchem Wege wurde die Verwaltung vom städtischen Bauhof über den
schlechten Zustand der Brücke informiert?
2. Wann und durch wen wurde die besagte Brücke im Burgpark zum letzten Mal auf ihre
Verkehrssicherheit fachmännisch geprüft und mit welchem Ergebnis?
3. Warum wurde die Brücke, obwohl seit nunmehr 20 Monaten die haushälterischen Mittel
hierfür zur Verfügung stehen und die Dringlichkeit dokumentiert wurde, bis heute nicht
saniert/erneuert?
4. Ist unsere Information richtig, dass die Verwaltung eine Strafanzeige wegen
Sachbeschädigung gestellt hat, die beschädigten Brückenteile jedoch bereits zersägt und
entsorgt hat, so dass polizeiliche Ermittlungen kaum noch möglich sind?
5. Worauf beruht die Behauptung der Verwaltung, dass die Brücke durch Vandalismus – also
mutwillige Zerstörung – beschädigt wurde?
6. Worauf stützt Herr Meyer die Aussage, dass „die Brücke […] nicht so stark beschädigt
gewesen sei, dass das Geländer einfach so hätte umfallen können“? Gibt es hierzu aktuelle
Prüfberichte?
7. Warum wurde auch das zweite – aus Sicht der Verwaltung intakte – Geländer entfernt, wenn
die Verwaltung bei ihrem Standpunkt bleibt, dass bei dem Brückenschaden keine
Materialermüdung ursächlich war, vielmehr die Brücke nach wie vor verkehrssicher sei?
Wäre – bei dieser These – nicht das ursprüngliche Geländer sicherer als das Provisorium?
8. „Im Interesse der Sicherheit der Wildeshauserinnen und Wildeshauser bitten wir um
zeitnahe Behandlung/Bearbeitung“, schließt die CDW-Fraktion ihr Schreiben an den
Bürgermeister ab.
„Im Interesse der Sicherheit der Wildeshauserinnen und Wildeshauser bitten wir um zeitnahe
Behandlung/Bearbeitung“, schließt die CDW-Fraktion ihr Schreiben an den Bürgermeister ab.
„Im Interesse der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger fordern wir die Verwaltung auf,
unverzüglich alle Brücken einer gründlichen Sicherheitsprüfung zu unterziehen und transparent zu
berichten“, erklärt Gudrun Brockmeyer, „nur so können wir die Risiken minimieren und das
Vertrauen in unsere Infrastruktur wiederherstellen.“
„Am Geld kann es nicht liegen, da sind doch genügend Mittel eingestellt“, so Claudia Gladen.
„Und die Konjunkturschwäche am Bau dürfte auch freie Zeiten bei Handwerkern für eine zügige
Umsetzung erwarten“, so Jan-Hendrik Rode.
„Wir erwarten Antworten, warum die überfälligen Sanierungsarbeiten seitens der Verwaltung nicht
ausgeschrieben und in Auftrag gegeben wurden, fasst Jens-Peter Hennken die Ziele des Antrages und
der Fragen der CDW-Fraktion zusammen.
Die Fraktion appelliert an die Verantwortlichen, die notwendigen Sanierungsarbeiten zügig auf den
Weg zu bringen und die Bürgerinnen und Bürger transparent zu informieren.